Zu unseren Kernkompetenzen gehört die Konfektion zertifizierter Schutzbekleidung und unser exzellentes Normen-Know-how. Die maßgeschneiderten Lösungen von HUGO JOSTEN AT WORK für eine Vielzahl von Gefahrensituationen bieten Ihnen Sicherheit. Sicherheit, auf die Sie sich verlassen können!

 

EN ISO 13688 > Allgemeine Anforderungen an Schutzbekleidung

Diese Norm legt allgemeine Anforderungen an Ergonomie, Unschädlichkeit, Größenbezeichnung, Verträglichkeit und Kennzeichnung von Schutzbekleidung fest. Sie ersetzt die Vorgängernorm EN340.


EN ISO 11611 > Schutzbekleidung für Schweißen und verwandte Verfahren

Piktogramm FlammeDiese Norm legt Leistungsanforderungen und Prüfverfahren für Bekleidung fest, die den Träger gegen Schweißspritzer (kleine Spritzer geschmolzenen Metalls), kurzzeitigen Kontakt mit Flammen und Strahlungswärme aus einem elektrischen Lichtbogen schützt. Sie bietet in begrenztem Maße elektrische Isolation gegenüber unter Gleichspannung stehenden elektrischen Leitern (bis ca. 100 V).

 

Klassifizierung:

Klasse 1
Schutz gegen weniger gefährdende Schweißtechniken und Arbeitsplatzsituationen mit wenigen Schweißspritzern und niedrigerer Strahlungswärme. 
Klasse 2
Schutz gegen stärker gefährdende Schweißtechniken und Arbeitsplatzsituationen mit mehr Schweißspritzern und stärkerer Strahlungswärme.

Angewandte Verfahren zur Prüfung der begrenzten Flammausbreitung:
A1 = Oberflächenbeflammung
A2 = Kantenbeflammung
Das Verfahren ist ebenso wie die Klassifizierung beim Piktogramm anzugeben.

EN ISO 11611:2015 hat EN ISO 11611:2007 ersetzt. Davor galt die entsprechende Norm:

 

EN 470-1 > (Schweißerschutzbekleidung)

Piktogramm FlammeDie nach den Vorgängernormen zertifizierte Bekleidung ist weiterhin zulässig. Eine Neuzertifizierung ist jedoch nur nach der aktuellen Norm möglich.

 


EN ISO 11612 > Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen

Piktogramm Flamme

Diese Norm legt Mindestanforderungen an die Eigenschaften von Kleidung zum Schutz gegen Hitze und Flammen mit einem umfangreichen Einsatzbereichen fest.

Die Bekleidung muss zum einen die Anforderungen an die begrenzte Flammausbreitung erfüllen (Code A). Diese Anforderungen entsprechen grundsätzlich denjenigen der EN ISO 11611. Die angewandten Prüfverfahren sind anzugeben (A1 = Oberflächenbeflammung, A2 = Kantenbeflammung).

Zum anderen muss die Mindestanforderung von mindestens einer der folgenden Codebuchstaben für den Wärmedurchgang (Hitzeübertragung) erfüllt sein:

  • Code B = Konvektive Wärme (Beflammung), Leistungsstufe B1-B3
  • Code C = Strahlungswärme, C1-C4
  • Code D = Flüssige Aluminiumspritzer, D1-D3
  • Code E = Flüssige Eisenspritzer, E1-E3
  • Code F = Kontaktwärme (Temperatur von 250°C), F1-F3

EN ISO 11612:2015 hat EN ISO 11612:2008 ersetzt. Davor galt die entsprechende Norm:

 

EN 531 > (Flammschutzbekleidung)

Piktogramm FlammeDie nach den Vorgängernormen zertifizierte Bekleidung ist weiterhin zulässig.

 


EN ISO 14116 > Kleidung zum Schutz bei begrenzter Flammausbreitung

Schutz gegen unbeabsichtigten, kurzen Kontakt mit einer kleinen Flamme ohne wesentliche Gefährdung durch Hitze. Die Anforderungen sind wesentlich geringer als bei EN ISO 11612. Für diese Norm ist kein Piktogramm vorgesehen. 


IEC 61482-Serie > Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines Störlichtbogens (PSAgS)

iec 61482 width= Diese Bekleidung schützt den Träger gegen die thermische Auswirkung eines elektrischen Störlichtbogens und verhindert das Weiterbrennen (jedoch kein Schutz gegen Körperdurchströmung). Schutzfunktion nur beim Tragen eines kompletten Anzugs.

 

Klassifizierung:
Klasse 1 = Schutz bis 168 kJ Lichtbogenenergie (Prüfstrom 4kA), Basisschutz
Klasse 2 = Schutz bis 320 kJ Lichtbogenenergie (Prüfstrom 7kA), erweiterter Schutz

Anforderung an die Bekleidung:
> IEC 61482-2
in Verbindung mit Prüfverfahren nach IEC 61482-1-2 definiert die Norm Anforderungen an eine sichere PSAgS (Design und Materialien)

Prüfung des Materials und der Kleidung:
> EN 61482-1-2 
Bestimmung der Lichtbogen-Schutzklasse des Materials und der Kleidung unter Verwendung eines gerichteten Prüflichtbogens (Box-Test)

Vor in Kraft treten der IEC 61482-2 erfolgte die Prüfung/Zertifizierung nach EN 61482-1-2. Diese zertifizierte Bekleidung ist weiterhin zulässig und mit dem Piktogramm „Flamme“ gekennzeichnet. 


EN 1149 > Elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung (Antistatik)

en 1149Schutz gegen elektrostatische Aufladung und  durch Entladung entstehende Funken, die einen Brand oder eine Explosion verursachen können (in explosionsgefährdeten Bereichen).
Die Norm ist gegliedert in die Leistungsanforderungen an die Bekleidung (EN 1149-5) in Verbindung mit Anforderungen an das Material (Prüfverfahren nach EN 1149-1 oder EN 1149-3):


Leistungsanforderungen an die Bekleidung:

> EN 1149-5
Voraussetzung ist die Erfüllung der Norm EN ISO 11612. Die Bekleidung ist Teil eines vollständig geerdeten Systems (u. a. in Kombination mit leitfähigem Schuhwerk auf ableitfähigen, geerdetem Boden).

Anforderungen an das Material – mögliche Prüfverfahren:
> EN 1149-1
Messung des Oberflächenwiderstandes (< 5 x 1010Ω).
> EN 1149-3
Messung der Ableitung elektrostatischer Ladung von der Oberfläche des Materials.


EN 13034 Typ 6 > Chemikalienschutzbekleidung

en 13034Schutz gegen flüssige Chemikalien mit eingeschränkter Schutzleistung. Die Kleidung ist für Fälle einer möglichen Exposition gegenüber leichter Chemikalienversprühung, flüssigen Aerosolen oder mit niedrigem Druck auftretenden Spritzern geeignet. 

 

Typ 6 = niedrigster Schutztyp – begrenzt spritzdicht. Spezielle Chemikalien müssen vorab getestet werden. Der Chemikalienschutz wird i.d.R. durch eine Fluor-Carbon- (FC-) Ausrüstung des Gewebes erzielt. Eine Nachimprägnierung ist bei nicht mehr ausreichender Schutzwirkung notwendig, ggf. nach jeder Wäsche.


EN 61340-5-1 > ESD-Schutzbekleidung

esdSchutz von elektronischen Bauelementen gegen elektrostatische Phänomene. Zur Verarbeitung von elektrostatisch gefährdeten Bauteilen in einer ESD-Schutzzone (EPA). ESD-Schutzbekleidung ist nur schwach aufladbar und leitet die elektr. Ladungen gezielt ab (Punkt-zu-Punkt-Widerstand von weniger als 1 x 1012 Ω, Ladungsabbau = 10% des Anfangspotentials weniger als 2 Sekunden).

ESD = ElectroStatic Discharge / Elektrostatische Entladung
EPA = Electrostatic Protected Area / ESD-Schutzzone (Ein System aus elektrisch leitfähigen Oberflächen, Bekleidung, Schuhen, Bodenbelägen etc.)


EN ISO 20471 > Warnschutzbekleidung

en 20471Hochsichtbare Warnkleidung insbesondere für Arbeiten im Straßen- und Werksverkehr. Sie signalisiert die Anwesenheit des Trägers - Tagsichtbarkeit durch fluoriszierendes Hintergrundmaterial (zulässige Warnfarben sind Warngelb, Warnorange und Warnrot), Nachtsichbarkeit durch Reflexmaterial. Unterteilt in 3 Klassen je nach Menge an Hintergrund-/Reflexmaterial (Klasse 1 = gering bis Klasse 3 = hoch).

Davor galt die entsprechende Norm:

 

EN 471 > (Warnschutzbekleidung)

en 471Die bereits nach EN 471 zertifizierte Bekleidung ist weiterhin zulässig.

 


EN 343 > Wetterschutzbekleidung

en 343Schutz gegen den Einfluss von Niederschlag (z. B. Regen, Schnee, Nebel, Bodenfeuchtigkeit) – unterteilt in 3 Klassen je nach Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität (Klasse 1 = gering bis Klasse 3 = hoch). 


 EN 510 > Maschinenschutzbekleidung

en 510Schutz vor dem Risiko des Verfangens oder Einziehens durch bewegliche Teile (Arbeit an oder in der Nähe von Maschinen/Geräten mit gefährlichen Bewegungen). Besondere Merkmale: Keine Außentaschen (Jacken), keine genähten Falten, verdeckte Verschlüsse, allgemein eng anliegend. 


EN 14058 > Kleidung zum Schutz gegen kühle Umgebungen

en 510Eine kühle Umgebung wird in der Norm als mögliche Kombination aus Luftfeuchtigkeit und Wind bei Temperaturen von -5°C und darüber definiert. Je nach Wärmedurchgangswiderstand werden 3 Klassen unterschieden (Klasse 1 = gering bis Klasse 3 = hoch). 


EN ISO 15797 > Industriewäsche-Tauglichkeit

en 510Festlegung von Test- und Prüfverfahren, die zur Beurteilung der industriellen Wasch- und Trocknungsfähigkeit von Berufs- und Schutzbekleidung zugrundegelegt werden.

 


Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

PSA wird in 3 Risiko-Kategorien unterteilt:

  • Kategorie  1 – Schutz gegen geringes Risiko (z. B. Wetterschutz). Keine Zertifizierung, kein EG-Qualitätssicherungssystem.
  • Kategorie  2 – Schut gegen mittleres Risiko (z. B. leichter Hitzeschutz). Zertifizierung durch eine externe Stelle, kein EG-Qualitätssicherungssystem.
  • Kategorie  3 – Schutz gegen hohes Risiko oder tödliche Gefahren (z. B. Multinorm-Bekleidung). Zertifizierung durch eine externe Stelle, unterliegt einem EG-Qualitätssicherungssystem.

CE-Kennzeichnung

ceJede PSA ist gemäß EU-Verordnung 2016/425 mit dem CE-Konformitätskennzeichen zu versehen.