Ob Sommer oder Winter – wer richtig hart arbeitet, sollte auch richtig gekleidet sein. Gerade an extremen Arbeitsorten, bei denen ein hohes Maß an Beweglichkeit notwendig ist (wie etwa in Sicherheitsgurten an Fassaden), sollte man mit der richtigen Funktionsbekleidung vorsorgen.

Funktions- und Wetterschutzbekleidung garantiert Klimakomfort: mit Wärme- und/oder Isolation sowie dem Abtransport von Feuchtigkeit.

Das Zwiebelprinzip ist nichts Neues – aber es ist einfach genial. Es funktioniert – wenn man alles richtig macht. Nur ein kleiner Fehler, und das ganze System versagt. HUGO JOSTEN AT WORK zeigt Ihnen, wie es funktioniert.

Jeder, der körperlich hart arbeitet, schwitzt irgendwann. Der Körper gleicht mit dem Schwitzen einfach den Wärmeüberschuss aus und sorgt so für ein angemessenes Klima. Der Schweiß muss nach außen transportiert werden, weg vom Körper. Verschwitzte Kleidung klebt unangenehm auf der Haut und kann natürlich auch schnell zu Erkältungen führen. Zudem steigern ausgekühlte Muskeln die Verletzungsgefahr.

Das Zwiebelprinzip ist einfach und dank dem Vorbild aus der Natur auch einfach vorstellbar. Eine Schicht liegt über der anderen. Aber die Schichten müssen miteinander funktionieren, man darf die „Zwiebel“ nicht durchbrechen. 

Um das Zwiebelsystem nicht zu unterbrechen, muss man die Funktionsweise verstehen. Funktionswäsche leitet Feuchtigkeit von innen nach außen ab, also von der Haut zur Umgebung. Je nach Bekleidung und Außentemperatur verdunstet die Feuchtigkeit körpernah. Feuchtigkeit entsteht immer, wenn man sich bewegt, auch wenn es kalt ist. Je intensiver die körperlichen Anstrengungen, desto mehr Feuchtigkeit (Schweiß) fällt an.

Zwiebel1. Die Basisschicht

Die erste Lage der Zwiebel sitzt direkt auf er Haut, die Unterwäsche. Und bereits hier lauern Fehlerquellen. Gerne werden Baumwollhemden als unterste Lage gewählt, ein No-Go für ein funktionierendes System. Baumwoll- oder auch Wollhemden sind nicht sinnvoll, weil diese zu viel Feuchtigkeit speichern.

Ein Funktionshemd, am besten aus Polyester, erzielt die besten physiologischen Werte. Da Kunstfasern selbst kaum Feuchtigkeit speichern können, leiten sie diese am besten weiter. Neben dem Material ist auch die Passform enorm wichtig, ein weites Hemd bringt nichts. Die Unterwäsche muss eng anliegen. Sie sorgt für ein trockenes Körpergefühl, nimmt Schweiß schnell auf und transportiert ihn nach außen – weg vom Körper. Die direkte Abgabe an die nächste Bekleidungsschicht ist entscheidend. Übrigens: Auch Unterhosen gehören zur ersten Schicht - und auch hier gilt: Funktionswäsche. Produkte aus reiner Baumwolle lassen sich aufgrund der Feuchtigkeitsspeicherung nicht in das Zwiebelprinzip einordnen.

 

2. Die Isolationsschicht

Diese Schicht sorgt für den Wärmerückhalt und kann durchaus aus mehreren Schichten bestehen, z. B. aus zwei dünnen Fleecepullovern übereinander. Bei falschen Materialien ist die zweite Schicht ein wahrer Feuchtigkeitspuffer.

Wer ein Baumwoll-Sweatshirt anzieht und ordentlich Dampf ablässt, wird nach einigen Stunden eine doppelt so schwere zweite Schicht ausziehen, wie er angezogen hat. Auch Merino-Produkte sind nur begrenzt geeignet, wegen des hohen Feuchtigkeitspuffers. Gut geeignet sind hier Bekleidungsstücke aus Kunstfaser. Luftige und leichte Fleecelagen sind universell einsetzbar und tragen sich angenehm im Zwiebelprinzip. Unter einer anderen Lage getragen, bringen sie viel Wärme.

Im Normallfall ist die zweite Lage nicht winddicht und auch nicht wasserabweisend bzw. wasserdicht. Das würde auch den Durchgang von Wasserdampf erheblich erschweren. Das ist auch der Grund, warum man leichte Kunstfaserjacken auch Primaloft oder ähnlichen Materialien nicht als zweite Schicht trägt, wenn man sich viel bewegt. Sowohl die Wattierung als auch die beiden Lagen winddichten Materials (Futter und Außenstoff) dieser Jacken blockieren jeden Durchgang von Dampf.

 

3. Die Wetterschutzschicht

Bei der dritten Schicht gilt es, Wind und Wasser abzuhalten. Je nach Einsatzzweck muss diese Schicht auch sehr robust und reißfest sein, sie muss Regen, Schnee, Nebel etc. vom Körper fernhalten. Gleichzeitig transportiert sie die Feuchtigkeit aus der darunter liegenden Schicht nach außen an die Oberfläche. Diese Wetterschutzschicht sorgt für ein trockenes, komfortables Gefühl von innen und außen. Wenn es die Wetterlage zulässt, kann man natürlich auch jederzeit die Wetterschutzschicht ausziehen. Häufig sieht man schuftende Worker, die fast einen Hitzestau bekommen, aber x-Lagen übereinander tragen. Dies ist nicht Sinn und Zweck des Zwiebelprinzips. Man muss nicht immer alle drei Lagen anhaben.

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