STILSICHER – FIGURBERATUNG FÜR DAMEN & HERREN

 

DIE FÜNF FIGURTYPEN

Auch wenn man sich nicht gerne in eine Schublade stecken lässt…

... jeder Mensch wird nun mal mit einer spezifischen Körperform geboren.

Mit diversen Maßnahmen wie Sport oder Diäten kann man zwar dafür sorgen, dass der Körper in seiner gegebenen Form besser aussieht, dies ändert jedoch nichts am grundlegenden Körperbau.

Kennen Sie Ihren Figurtyp?

Es ist wichtig seinen Figurtyp zu kennen, um sich in seiner Kleidung gut und wohlzufühlen. Gerade auch Workwear, in der man die meiste Zeit des Tages verbringt, sollte richtig passen. Die spezifischen Eigenschaften der Körperform kann man mit der richtigen Bekleidung unterstützen und positiv herausheben. Um Ihren grundlegenden Typ festzustellen, schauen Sie sich die dominierenden Merkmale an. Wenn Sie sich nicht genau direkt einordnen können, vergleichen Sie die Merkmale der anderen Figurtypen und ordnen sich bei dem Typ ein, der Ihrer Figur am nächsten kommt.

Es gibt fünf grundlegende Figurtypen, A, H, O, X und V. Zu diesen Typen gibt es verschiedene Untertypen.

Figurtypen Frauen

 

Die Figurtypen im Detail:

 

Figurtyp A

  • schmale Schultern & lange Arme
  • graziöser, schlanker Oberkörper
  • Unterkörper kräftiger gebaut
  • oftmals kürzere Beine
  • Hüfte & Po breiter als Schultern
  • schlanke Waden und Fesseln
  • flacher Bauch

Die Körperform des A-Typs (auch Birnentyp, Birnenform, Dreieckform) entspricht dem typisch westlichen Körperbau und definiert die feminine Figur. Die Hüften sind (weiblich) rund und breiter als der Brustbereich. Die Schultern sind meist schmaler als der Rest des Oberkörpers. Viele Frauen mit einer birnenförmigen Figur sind unzufrieden, obwohl sie einen sehr schönen Oberkörper mit langen Armen haben. Neben der ausgeprägten Taille ist der Bauchbereich eher weich und wenig muskulös.

Der wohlproportionierte Schulter- und Rückenbereich mit einem geringen Fettanteil ist prägend für diesen Figurtyp. In Verbindung mit den langen Armen wirkt der komplette Oberkörper schmal und grazil. „Nachteilig“ sind die schlanken Waden in Verbindung mit kräftigen Oberschenkeln, Hüften und Po. Gerade aber das „gebärfreudige“ Becken wird in vielen Ländern und Kulturen Europas als typisch weiblich und erotisch definiert.

Kleidungsempfehlungen für den A-Typ

Oberteile: Eher hell – Muster - Schulterbereich betonen - V-Ausschnitt – Kragen - Konfektionsgröße meist eine Nummer kleiner als Unterteile.

Unterteile: Dunkel und eher dezent – Einfarbig - Ohne Muster – Hosen enger (gerade) geschnitten – Konfektionsgröße meist eine Nummer größer als Oberteile.


 

Figurtyp H

  • wenig Taille
  • eher kleinerer Brustumfang
  • meist lang, sehr schlanke Beine und Arme
  • ähnliche Oberkörper- und Hüften-Maße
  • athletischer, sportlicher Körperbau im Gesamten

Die Körperform des H-Typs (auch Bananentyp, Bananenform, Rechteckform) wird als sportlicher oder maskuliner Körperbau definiert. Die Hüfte ist bei diesem Figurtyp wenig ausgeprägt und sowohl Schulterpartie, Brust als auch Taille unterscheiden sich kaum im Umfang. Weibliche Rundungen sucht man vergebens, denn sowohl Brust als auch Po sind flach und die langen, dünnen Arme verstärken die Rechteckform.

Obwohl dieser Figurtyp nicht als feminin gilt, ist er bei der Frauenwelt sehr beliebt. Der Grund ist einfach: Frauen mit dem Figurtyp H haben nur selten mit Übergewicht zu kämpfen und der Body sieht auch ohne Training sportlich und schlank aus. Einige Frauen leiden aber auch unter dieser Körperform, denn es sind kaum weibliche Rundungen vorhanden und die Wirkung ist eher knabenhaft.

Kleidungsempfehlungen für den H-Typ

Oberteile: Schlicht, einfach geschnitten – Lang – Hemdblusen und Mantelkleider – Schmale Jacken – Tiefer Ausschnitt.

Unterteile: Gerade Schnitte – Schmale Hosen.


 

Figurtyp O

  • rundlicher, besonders um den Bauch herum
  • üppige Oberweite
  • Taille und Po im Vergleich zum Hüftumfang weniger ausgeprägt
  • meist sehr schlanke Beine und Waden
  • Unterarme und Handgelenke zierlich

Frauen dieses O-Figurtyps (Ovale Form) haben einen rundlichen Körperbau mit viel Bauch und meist auch viel Busen. Sie werden als „mollig“ bezeichnet. Die Beine sind meist schlank. Dieser Figurtyp verkörpert Weiblichkeit pur – weiche Rundungen an Brust und Bauch.

Kleidungsempfehlungen für den O-Typ

Oberteile: Lange, weite Ärmel – Lange Hemdblusen – Nicht zu weite Jacken – Über die Hüfte fallende Oberteile.

Unterteile: Lange und weit auslaufende Kleidung – Schmale Längsstreifen – Trapezschnitt.


 

Figurtyp X

  • feminine Kurven
  • deutlicher Brustumfang
  • Oberschenkel etwas kräftiger gebaut
  • Schultern und Hüften haben in etwa dieselben Maße
  • schmale Taille
  • Oberarme fallen stattlicher aus
  • oftmals ausgeprägte Waden

 

Bei diesem X-Typ (oder auch Sanduhr) sind Brustbereich und Hüfte sehr ausgeprägt, die Taille ist deutlich schmaler. Brust- und Hüftumfang sind ähnlich, woher auch das „Idealmaß“ 90-60-90 resultiert. Der Sanduhr-Typ ist der klassische weibliche Körpertyp mit Rundungen an den richtigen Stellen, jedoch mit nicht unbedingt viel Oberweite. Der klassische Körperbau ist der Vorteil, jedoch setzen sich überschüssige Pfunde auch gern an Hüfte und Schenkeln fest. Das ausgewogene Verhältnis von Ober- zu Unterkörper verändert sich dann schnell.

Kleidungsempfehlungen für den X-Typ

Oberteile: Einfarbig und dezent, aber auch mal auffällig bunt – Figurbetont – Hemdblusen – Taillierte Jacken.

Unterteile: Einfarbig und dezent, aber auch mal auffällig bunt – Figurbetont mit hoher Taille – Gerade oder auch leicht ausgestellte Hosen.


 

Figurtyp V

  • Schwerpunkt liegt im Oberkörper
  • Hüfte schmaler als Schultern
  • üppiger Brustumfang
  • Po eher flach und klein
  • schlanke, lange Beine, meist ohne Kurven
  • gerade, stramme Schultern

V-Typ (oder auch Apfeltyp, Apfelform, umgedrehte Dreieckform)

Bei diesem V-Typ (auch Apfeltyp, Apfelfom, umgedrehte Dreieckform) sind die Hüften schmaler als der Brustbereich und die Schultern sind sehr ausgeprägt. Hier ist häufig bei Frauen eine große Oberweite anzutreffen. Viele suggerieren mit einer Apfelform gleich einen formlosen und plumpen Körper. Dabei sind nur Rücken und Brustkorb breiter, kräftiger als die untere Körperpartie. Und dies ist oft ein echter Hingucker. Die Vorteile liegen klar bei schönen, schlanken Beinen mit festen Waden. Fett am Rücken, den Oberarmen und Taille setzt hier leider gerne an, was den Oberkörper dann noch apfelförmiger aussehen lässt. unkt liegt im Oberkörper

  • Hüfte schmaler als Schultern
  • üppiger Brustumfang

Kleidungsempfehlungen für den V-Typ

Oberteile: Lang – Einfarbig – V-Ausschnitt.

Unterteile: Gemusterte, helle, lange und geschlitzte Hosen oder Röcke.


 

Und hier die Männervarianten …

Figurtypen Männer

Figurtyp A

Der A-Typ ist bei Männern eher selten vertreten, bei Frauen sehr oft. Männer mit diesem Figurtyp haben es schwer, denn es gibt nur wenige Outfits, welche den A-Typ wirklich ins rechte Licht rücken.

Der A-Typ hat schmale Hüften und eine etwas ausgeprägte Hüftpartie. Männer mit Bauch und kräftigen Oberschenkeln sollten daher ihr Gesamtoutfit sehr gut abstimmen.

Das sollten A-Typen nicht tragen

Viele Männer glauben: sich in enge Hosen quetschen verbessert das Gesamtbild. Weit gefehlt …., das Gegenteil ist der Fall. Die „Rundungen“ kommen noch besser heraus oder noch schlimmer, es sieht schlicht nach „Presswurst“ aus. Auch zu kurze Oberteile, die genau am breitesten Punkt der Hüfte enden, sind absolut unvorteilhaft. Und auch sehr eng anliegende Oberteile sollten vermieden werden.

Diese Kleidung ist für den A-Typ geeignet

Hosen, auch bei der Workwear, sollten immer bequem und locker sitzen. Chino-Hosen sind gut geeignet, wenn man(n) füllige Oberschenkel hat. Vorteilhaft sind auch etwas dunklere Farben, diese lassen einen etwas schlanker aussehen. Für den Farbtupfer sorgt man dann mit entsprechenden Accessoires, wie zum Beispiel ein lässig getragener Schal.

Oberteile sollten A-Typen so wählen, dass diese über die Hüft- und Bauchpartie gehen. Hier kann man auch gut mit einem Lagenlook kaschieren. Eine tolle Möglichkeit ist hierbei die Wahl eines dunkleren T-Shirts und darüber ein buntes/farbiges Hemd. Das Hemd am besten offen lassen, so werden die Schultern etwas breiter betont und die Hüfte verschwindet unter dem locker sitzenden Hemd.


 

Figurtyp H

Der H-Typ gehört zu den Glücklichen, er kann fast anziehen, was er möchte. Ihm macht es die Modewelt leicht, er kann aus den Vollen schöpfen. Dennoch sollte auch dieser Figurtyp ein paar Tipps beachten, um sich perfekt in Szene zu setzen.

Schultern und Hüften sind beim H-Typ in etwa gleich breit, deshalb sollte besonders der Oberkörper betont werden. Vorbild ist ja immer der seltene Y-Typ, mit den richtigen Oberteilen kann hier geschickt von der H-Form abgelenkt werden. Oberteile sollten nicht zu weit geschnitten sein, sonst tragen sie unnötig auf. Durch tailliert geschnittene Oberteile zaubert man die gewünschte Y-Form.

Das kann der H-Typ sehr gut tragen

Perfekt sind taillierte Shirts und darüber ein leichtes Hemd. Auch ein um die Schultern gehängter Pulli betont richtig. H-Typen sollten Farbe bekennen, sie müssen nicht mit dunklen Farben Partien verschwinden lassen. Bei Hosen sollten H-Typen gerade, klassische Schnitte bevorzugen.


 

Figurtyp O

Der O-Typ hat es nicht leicht Er ist nicht groß- und das ist bei seinem „Apfelform“-Figurtyp gar nicht vorteilhaft. Kugelrund ist der Einkauf für Bekleidung eine Herausforderung. Passt der Bauchumfang einer Hose, sind die Hosenbeine viel zu lang. Es sollte auf Sondergrößen, in diesem Fall auf so genannte „untersetzte Größen“, zurückgegriffen werden. Beim O-Typ ist die Bauchpartie die Problemzone, ein dominanter Bauch ist schwer zu kaschieren. Viele greifen dann zu sehr großen Shirts, um den Bauch verschwinden zu lassen. Zu viel ist dann aber auch zu viel und wirkt schnell wie ein Zelt, wobei aber enge Oberteile vermeiden werden sollten.

Was kann der O-Typ tragen?

Bei Oberteilen sollte vor allem auf V-Ausschnitt geachtet werden, dieser streckt ein wenig. Dunkle und einfarbige Oberteile sind farbigen und gemusterten vorzuziehen. Querstreifen sind ein No-Go, Längsstreifen strecken etwas.

Männer mit der typischen Apfelform haben meist schmale Hüften und schlanke Beine. Bei der Hosenwahl sollte auf lockeren Sitz geachtet werden. Bei der Oberbekleidung sind offen getragene Hemden über dunklen Shirts ein Figurschmeichler. Die Ärmel dreiviertel nach hinten gekrempelt unterstreicht den lockeren Look.


 

Figurtyp X

Dieser Figurtyp kommt nicht so häufig vor und ist bei Frauen (gerade deshalb) sehr beliebt. Der X-Typ bei Männern bei Männern ist nicht so dominant ausgeprägt wie bei den Damen. Und trotzdem: auch die X-Männer haben mit den gleichen Problemen zu tun und müssen ganz genau darauf achten, wie sie was tragen, auch wenn sie nahezu alles anziehen können.

Der X-Typ wird auch als Sanduhr bezeichnet: Breite Schultern, schmale Taille und breite Hüften sind die typischen Merkmale. Wer zu Übergewicht neigt, wird feststellen, dass sich dieses hauptsächlich an der Hüfte und an den Schenkeln festsetzt. Je nachdem wie ausgeprägt die Hüftpartie ist, kann man mit richtig gewählter Kleidung viel aus seinem Typ machen.

Wie sollte sich der X-Typ kleiden?

Oberteile sollten in natürlich taillierter Passform gewählt werden. So kommen die Schultern markant und breit hervor. Oberteile sollten grundsätzlich auch nicht zu lang gewählt werden. Bei Hosen ist ein gerader Schnitt vorteilhaft und schmeichelt der Figur. Dunklere Farben sind zu bevorzugen. Bei den Oberteilen darf ruhig Farbe gewählt werden.

Jacken sollten nicht zu lang sein und vom Schnitt her bis zur Hüfte gehen. Alles andere trägt zu sehr auf. X-Typen können nahezu alles tragen, sofern die Oberteile auf die Taille abgestimmt sind.


 

Figurtyp V

Der V-Typ kann fast alles tragen: eine athletische Figur mit breiten Schultern, einem breiten Rücken, schmaler Hüfte und einem kleinen Po bilden die tolle Basis: ein V halt. Der V-Typ, das visuelle Bild eines Traummanns ist in vielen Magazinen zu sehen. Frauen wissen längst, dass dieses Männerbild mit stählernen Muskeln, breiten Schultern, schmalen Hüften, braungebrannt mit sexy Blick nicht das ist, was den Durchschnittsmann darstellt. Den V-Typen gibt es genau so selten wie die 90-60-90-Frau.

Wie sollte sich der V-Typ kleiden?

Die Herausforderung beim Bekleidungskauf ergeben sich für den V-Typen eigentlich nur im teilweise fehlenden Angebot, da Kleidung von der Stange nicht darauf ausgelegt ist, dass man(n) so extrem breite Schultern und eine athletische Wunschfigur hat. Ist der V-Typ sehr muskulös an den Armen oder Oberschenkeln, sind sehr schmal geschnittene Kleidungsstücke unvorteilhaft.


 

Figurtypen bei Übergewicht

Neben den fünf typischen Körperformen gibt es noch eine Unterscheidung für die schädliche Verteilung von Körperfett. Hier wird ebenfalls der Körperbau durch die Birnenform und Apfelform klassifiziert.

Dick werden können natürlich Männer und Frauen. In der Art der Fettspeicherung unterscheiden sich jedoch beide.

 

Figurtypen Übergewicht Birnenform

Übergewichtige Frauen neigen zu fast 85 % zu einer Fettanlagerung an den Hüften, Oberschenkeln, Gesäß und den Armen. Fettanlagerungen im Brustbereich sind dagegen viel geringer, es besteht jedoch eine steigende Tendenz zu Hängebrüsten. Bei Männern ist diese weniger gefährliche, da schneller wieder abbaubare Fettanlagerung nur zu 20 % verbreitet. Mediziner sprechen bei dieser Art der Fettverteilung von einer peripheren Adipositas oder umgangssprachlich von einer Birnenform.

 

 

Figurtypen Übergewicht ApfelformÜbergewichtige Männer neigen eher zur Speicherung des Fettes im Bauchbereich. 80 % der Männer und 15 % der Frauen haben damit zu kämpfen. Daher auch der Name „Bierbauch“. Mediziner sprechen hier von einer abdominalen Adipositas oder umgangssprachlich von einer Apfelform.