Für den Charakter des Zwirns sind die Richtung und die Anzahl der Drehungen wichtig, sowohl bei der Vorlage (Einzelfaden) als auch beim gezwirnten Garn. Ist die Richtung der Drehungsspirale gleich wie der Schrägstrich des Buchstabens „Z“, spricht man von Z-Drehung (oder Z-Draht). Bei Drehungsspiralen, die der Richtung des Mittelteils des Buchstabens „S“ folgen, handelt es sich um Zwirne mit S-Drehung oder S-Draht.

Einfachgarne werden meist in Z-Draht und Zwirne in S-Draht gefertigt. Ist die Richtung der Zwirndrehung gleichläufig mit der Spinndrehung, entsteht ein sehr harter Zwirn. Mit zunehmender Anzahl der Drehungen erhöht sich bis zu einem gewissen Grad die Reißfestigkeit des Zwirns (ca. 20 %).