Die Wassersäule wird in Millimetern angegeben. Der Wert gibt Auskunft über die Wasserdichtigkeit eines Gewebes. Die Hersteller testen wasserdichte Stoffe in einem Labor, wo zehn Zentimeter des Stoffes unter ein Messrohr gespannt werden. Der Wasserzylinder wird langsam mit Wasser gefüllt und beobachtet, wann Tropfen unter dem Stoff auftauchen. Pro Sekunde wird die Wassersäule um zehn Millimeter erhöht. Basierend auf der Füllhöhe wird ermittelt, bei wie vielen Millimetern Wasser durch den Stoff gedrungen ist und sich drei Tropfen gebildet haben. Je höher die Wassersäule, desto wasserdichter ist das Gewebe.

Generell gilt ab 1.300 Millimetern Wassersäule ein Stoff als wasserdicht. Die Atmungsaktivität der Gewebe sollte trotz Wasserdichtigkeit bestehen bleiben. Eine wasserdichte und nichtatmungs-aktive Bekleidung kann einen schnell ins Schwitzen bringen, wenn beide Eigenschaften nicht optimal aufeinander abgestimmt wurden.