Polyamid-Fasern wurden in Amerika entwickelt und erstmals 1935 vorgestellt. Bereits 1940 wurden in den Vereinigten Staaten die ersten Nylon-Strümpfe verkauft. Fast zeitgleich wurde Polyamid auch in Deutschland entdeckt und unter dem Namen Perlon hergestellt. Bis dahin unerreichbare Ansprüche an die funktionellen Eigenschaften von Bekleidung konnten nun realisiert werden.

Für die Herstellung von Polyamid werden die Ausgangsstoffe in chemischen Prozessen in ein Granulat umgewandelt. Dieses wird durch Lösen in einer Flüssigkeit oder durch Erhitzen in eine sirupähnliche zähflüssige Spinnmasse verwandelt, die durch Spinndüsen gepresst wird. Dabei können bereits gewünschte Eigenschaften der Faser durch Zusätze zur Spinnmasse oder durch die Wahl der Spinndüsen vorbestimmt werden. Polyamid-Fasern können je nach Querschnitt und  ihrer weiteren Bearbeitung mal ganz fein und glatt oder gekräuselt sein, mal glänzend oder matt.

Polyamid-Fasern sind sehr haltbar und beständig gegen Scheuerbeanspruchungen.
Sie haben eine hohe Elastizität, sind leicht und fein. Sie sind leicht zu waschen, trocknen schnell und garantieren Formbeständigkeit.