Als Bindungslehre bezeichnet man in der Weberei die Lehre von der Systematik der möglichen Verkreuzungen von Kettfaden (Kette) und Schussfaden (Schuss) in Geweben.  Die Art der Verkreuzung von Kett- und Schussfäden in einem Gewebe nennt man Bindung. Es gibt drei Grundbindungen, aus denen eine Vielzahl von Gewebekonstruktionen verwirklicht werden können: Atlasbindung, Köperbindung und Leinwandbindung.

Die schematische Darstellung einer Bindung wird als Bindungspatrone bezeichnet, sie wird von links unten nach rechts oben gelesen und gezeichnet. Früher wurde sie noch mit der Hand auf Patronenpapier übertragen, heute wird für das Gewebedesign der Computer verwendet.