Der Name wurde vom französischen Wort „ajour“, d.h. Durchbrechen, abgeleitet. Kennzeichnend sind das geringe Gewicht, die Atmungsaktivität und Porosität. Hauptsächlich jedoch das wechselweise Vorhandensein locker gewebter Stellen und Gruppen dichter eingestellter Stellen, wodurch sich Zwischenräume bilden. Die locker gewebten Stellen, durch die verschiedenste geometrische Muster, Streifen und Gitter entstehen, werden durch die Wahl einer geeigneten Bindungsart erreicht. Dieser Effekt kann durch Anwendung der Dreherbindung oder eines chemischen Verfahrens erzielt werden, bei dem bestimmte Stellen des Gewebes zerstört werden, dadurch entstehen Zwischenräume bzw. Löcher.

Das Ajourgewebe kann aus Garnen des Baumwoll- bzw. Wollsortiments oder aus Filamentgarnen hergestellt werden. Es ist für leichte Bekleidung wie z. B. Blusen und für dekorative Zwecke bestimmt.