Als Ausbrenner oder auch Ausbrenngewebe bezeichnet man ein Gewebe, das im Ausbrennverfahren gemustert ist. Bei diesem dem Siebdruck ähnlichen Verfahren, wird einer von zwei unterschiedlichen Faserstoffen herausgeätzt. Teile des Gewebes werden zerstört. Anstatt Farbe wird eine ätzende Paste verwendet. Es entstehen dichte Muster auf durchscheinendem Grund.

Der Grund für die Verwendung zweier Faserstoffe ist, dass nur einer bei der Verätzung beschädigt wird. Einer besteht meistens aus einem zellulosischem Stoff, also beispielsweise aus Baumwolle, Leinen oder Viskose, der durch die ätzende Paste entfernt wird, der andere ist häufig synthetischen Ursprungs und bleibt beim Ausbrennen erhalten. Aus diesem Grund entsteht bei diesem Verfahren kein Loch, sondern nur ein transparenter Bereich.