Unter Schutzkleidung versteht man Kleidung, die gegenüber Gefahren bzw. Risiken einen Schutz bietet.

 

Beispiele für Schutzkleidung sind:

Schweißerschutzanzug
Flammschutzanzug
Chemikalienschutzanzug
Maschinenschutzanzug
Warnkleidung
Feuerwehrkleidung
Schutzkleidung gegen Kälte

 

Schutzkleidung muss in einem geeigneten Prüflabor hinsichtlich diverser Eigenschaften geprüft werden. Nach erfolgreicher Prüfung erfolgt für die meisten Schutzkleidungen eine Zertifizierung durch eine zugelassene Stelle.

Bei der Prüfung werden die Gestaltung, Ausführung und Schutzwirkung überprüft. Bei einem Maschinenanzug müssen beispielsweise Arme und Beine eng geschnitten sein und Taschen dürfen nur unter bestimmten Voraussetzungen auf die Kleidung genäht werden. Design und Ausführung sind notwendig, damit die Mitarbeiter nicht in eine Maschine eingezogen werden können. Ähnlich verhält es sich auch bei anderen Schutzkleidungsarten. Die Kosten für Schutzkleidung werden vom Arbeitgeber übernommen.

Bei Arbeitskleidung wird im Gegensatz zur Schutzkleidung keine spezielle Schutzwirkung ausgelobt. Die Kleidung wird getragen, um Verschmutzungen etc. fern zu halten. Die Privatkleidung soll geschont werden. Teilweise wird auch Zunftkleidung als Arbeitskleidung getragen, um auch die Zughörigkeit zu einer Berufsgruppe zu zeigen. Die Kosten für Arbeitskleidung werden im Regelfall nicht automatisch vom Arbeitgeber übernommen. Sofern ein Arbeitsverfahren aber eine ständige und starke Verschmutzung mit Gefährdung darstellt, trägt der Arbeitgeber verpflichtend die Kosten.

Weitere interessante Details zu zertifizierter Schutzkleidung finden Sie beim stfi.

 

Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Alle Ausrüstungsgegenstände, welche am Körper benutzt werden, um sich vor schädlichen Einwirkungen und Gefahren am Arbeitsplatz zu schützen, zählen zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA). Sie verhindern Verletzungen und Gesundheitsschäden. Bei Fragen zur Auswahl und Eignung von persönlicher Schutzausrüstung ist die Fachkraft für Arbeitssicherheit und/oder der Betriebsarzt hinzuzuziehen. Sie beraten über die geeigneten Maßnahmen und Ausrüstungsgegenstände.

Der Arbeitgeber wählt die geeignete persönliche Schutzausrüstung aus und stellt sie den Mitarbeitern zur Verfügung. Er unterweist vor Arbeitsbeginn die Mitarbeiter in der Handhabung, Benutzung und Aufbewahrung. Auch das Erkennen von Schäden an der persönlichen Schutzausrüstung sowie die Aufklärung zu Gefährdungen am Arbeitsplatz gehören zum Einweisungsumfang. Der Arbeitgeber erstellt zudem Betriebsanweisungen für das Benutzen von Schutzkleidung, Schutzbrillen, Atemschutzgeräten, Schutzhandschuhen, Schutzausrüstung gegen Absturz und Ertrinken und Schutzausrüstung zum Halten und Retten.

Regelmäßig wird bei Begehungen am Arbeitsplatz kontrolliert, ob die persönliche Schutzausrüstung benutzt wird. Die richtige Umsetzung wird durchgesetzt.

Katalog Schutz S. 10

Bei der Arbeitnehmerüberlassung obliegen die Arbeitgeberpflichten gemäß Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) dem Kundenunternehmen und dem Zeitarbeitsunternehmen im gleichen Maße. In der Praxis erfolgt eine Abstimmung, welche persönliche Schutzausrüstung von wem gestellt wird.

Der Mitarbeiter seinerseits muss die zur Verfügung gestellte persönliche Schutzausrüstung gemäß der Unterweisung durch den Arbeitgeber benutzen, muss Mängel oder Verluste seiner persönlichen Schutzausrüstung dem Arbeitgeber melden, um seine Ausstattung wieder zu vervollständigen.

Was ist bei Zeitarbeit besonders zu beachten? Der Personalenscheidungsträger ist Vorbild und soll wie die Mitarbeiter die persönliche Schutzausrüstung bei den Begehungen am Arbeitsplatz tragen. Die Auswahl der persönlichen Schutzausrüstung muss zwischen Zeitarbeitsunternehmen und Kundenunternehmen abgestimmt werden. Die Mitarbeiter sind darüber zu informieren, welche Ausrüstung sie ggf. noch im Kundenbetrieb erhalten.

Schutzkleidung und Straßenkleidung muss getrennt aufbewahrt werden, wenn an der Schutzkleidung Gefahrstoffe, Infektionsträger und Mikroorganismen haften. Dadurch wird verhindert, dass sich diese auf der Straßenkleidung festsetzen und verschleppt werden. Der Arbeitgeber muss veranlassen, dass die Schutzkleidung, je nach Einsatzbereich und Verschmutzung, regelmäßig gewechselt oder gereinigt wird. Diese Vorgabe nennt man Schwarz-Weiß-Trennung.

 

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