Fairtrade Textilstandard

 

Neuer Standard für die komplette Produktionskette

Seit der Einführung von Fairtrade-Baumwolle in 2005 beschäftigt sich Fairtrade mit der Frage, wie man den Fairtrade-Ansatz auf die gesamte Wertschöpfungskette von Textilien ausweiten könnte. Im Rahmen verschiedener Pilotprojekte und unter der Beteiligung von Industrie und anderen Nichtregierungsorganisationen wurden unterschiedliche Ansätze untersucht.

Die Basis für den neuen Fairtrade-Textilstandard bildet der Fairtrade-Standard für lohnabhängige Beschäftigte (Hired Labour Standard), zudem sind die Ergebnisse aus den Pilotprojekten mit eingeflossen.


 
Die Rechte von Arbeitern in der Textilproduktion stärken

Durch den Fairtrade-Textilstandard und dem begleitenden Textil-Programm sollen die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen und Arbeiter in der gesamten Verarbeitungskette verbessert und ihre Rechte gestärkt werden. Zusammen mit dem Standard für Fairtrade-Baumwolle können so alle Beteiligten der Produktionskette erreicht werden – auch die Baumwollbauernfamilien, die am Anfang der Lieferkette stehen.

Der Standard wird dabei helfen Arbeiterinnen und Arbeiter in die Lage zu versetzen, mit ihren Arbeitgebern bessere Arbeitsbedingungen zu verhandeln.  Er wird außerdem dazu beitragen, dass Beschäftigte sich einer Gewerkschaft anschließen und an Tarifverhandlungen teilnehmen können. Er wird die notwendigen Werkzeuge liefern und bestärkt die Arbeiterinnen und Arbeiter darin, ihre eigenen Arbeitsbedingungen und Konditionen zu verhandeln. Der Standard wird unter anderem vorschreiben, dass die Fabriken innerhalb von sechs Jahren ein existenzsicherndes Lohnniveau erreichen müssen.

Mit dem Fairtrade-Textilstandard werden Unternehmen die Bedingungen in der  Kleidungs- und Textilindustrie positiv verändern können. Sie werden Arbeiterinnen und Arbeiter in der gesamten Produktionskette dabei unterstützen können, ihre soziale und ökonomische Situation zu verbessern.